Lass uns reden: Besserer Schutz für Whistleblower

Lass uns reden: Besserer Schutz für Whistleblower

Ob Daniel Ellsberg, Chelsea Manning oder Edward Snowden: Whistleblower leben bekanntlich gefährlich. Das soll sich nun ändern. Um einen einheitlichen Schutz von Hinweisgebern zu gewährleisten, hat die Europäische Union im Jahr 2019 eine sogenannte Whistleblower-Richtlinie beschlossen. Diese hat zum Ziel, Unternehmen und Behörden zur Etablierung eines angemessenen Hinweisgebersystems zu verpflichten und Whistleblower so besser zu schützen. Mit dem Hinweisgeberschutzgesetz soll diese Richtlinie in Deutschland nun in nationales Recht umgesetzt werden. Für Deutschland endet die Umsetzungsfrist am 17. Dezember 2021 – ein entsprechender Entwurf für das Hinweisgeberschutzgesetz liegt bereits vor. Doch was bedeutet dieses Whistleblowing Gesetz für deutsche Unternehmen? Und wie lässt sich die Compliance im Bereich Whistleblowing gewährleisten?

Attraktive Hinweisgebersysteme sollen Rechtsverstöße aufdecken

Ein zentrales Element, welches das Hinweisgeberschutzgesetz vorsieht, ist die Einrichtung eines Meldesystems. Derartige Hinweisgebersysteme sollen es ermöglichen, Rechtsverstöße, einschließlich Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, intern zu melden. Dabei sieht der Entwurf zum Hinweisgeberschutzgesetz folgendes vor:

  • Meldestellen müssen Hinweise sowohl in mündlicher als auch in schriftlicher Form entgegennehmen. Auch ein anonymes Melden soll möglich sein – allerdings ist die Meldestelle dann nicht verpflichtet, dem gegebenen Hinweis nachzugehen.

  • Sämtliche Meldungen müssen unter Wahrung der Vertraulichkeit erfolgen. Auf diese Weise soll Hinweisgebern Rechtssicherheit und ein angemessener Schutz gewährt werden.

  • Die Meldestellen der Hinweisgebersysteme müssen unabhängig sein und können sowohl durch interne als auch externe Instanzen betrieben werden. In bestimmten Fällen wäre sogar eine gemeinsame Meldestelle mit anderen Unternehmen erlaubt. Auch auf Bundes- und Länderstelle sollen unabhängige Meldestellen etabliert werden.

  • Hinweisgebern steht es frei, ob sie sich an eine interne oder eine externe Meldestelle wenden. Allerdings sollen Anreize geschaffen werden, damit Unternehmen ihre internen Hinweisgebersysteme möglichst attraktiv gestalten.

Wie lässt sich sicherstellen, dass das Whistleblowing-Gesetz angemessen im Unternehmen umgesetzt wird, und sämtliche Mitarbeitenden die Funktionsweise der Hinweisgebersysteme kennen?

Hinweisgeberschutzgesetz-Schulung schafft Handlungssicherheit und stärkt die Compliance

Mit einer professionellen Hinweisgeberschutzgesetz-Schulung lässt sich eine umfassende Compliance im Bereich Whistleblowing gewährleisten. Klären Sie Ihre Mitarbeitenden und Führungskräfte über die Bedeutung des Hinweisgeberschutzgesetzes auf und machen Sie auf bestehende Meldewege aufmerksam. Sie haben bisher kein eigenes Hinweisgebersystem etabliert und möchten nun die Compliance für Whistleblowing gemäß dem Whistleblowing-Gesetz sicherstellen? Oder sie haben bereits entsprechende Hinweisgebersysteme, wollen diese jedoch mithilfe einer modernen Hinweisgeberschutzgesetz-Schulung stärken? – Dann bietet Ihnen Security Island die passende Lösung. Mit dem E-Learning Kurs zum Hinweisgeberschutzgesetz schaffen Sie Klarheit und Handlungssicherheit für mögliche Hinweisgeber – örtlich und zeitlich flexibel, mehrsprachig und multimedial.

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