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Reisesicherheit: Unternehmen haben eine Verantwortung für ihre Mitarbeitenden

Christian Kaiser ist fassungslos. Wie konnte er bloß in diese Situation geraten? Eben noch stand er auf dem Bürgersteig vor seinem Hotel in Bogotá, rauchte genüsslich eine Zigarette, tippte auf seinem Smartphone herum und in seinen Kopfhörern tönte der aktuelle Lieblingssong. Jetzt hockt er auf dem Rücksitz eines Pick-up-Trucks, blickt in finstere Gesichter – und in den Lauf einer Pistole.

32 Mal ist Christian Kaiser in den vergangenen zwei Jahren nach Kolumbien gereist. Nie ist ihm etwas passiert. Natürlich kannte er die Berichte anderer Geschäftsreisender. An der Hotelbar hatten sie ihm von Diebstählen erzählt, von Überfällen, von Entführungen. Doch er fühlte sich stets sicher. Er kannte das Land, die Leute, und er wusste, wie der Hase läuft. Das dachte er zumindest. Bis heute. Und es ärgerte ihn maßlos, dass er für einen Moment das Thema Reisesicherheit aus dem Blick verloren hatte.

Reisesicherheit: Geschäftsreisende sind lohnenswerte Ziele

Bei Geschäftsreisen ins Ausland verlassen wir unsere Komfortzone. Wir bewegen uns in unbekannter Umgebung, Sprachbarrieren erschweren die Kommunikation, kulturelle Unterschiede führen zu Missverständnissen. Hinzu kommt: Geschäftsreisende sind besonders lohnenswerte Ziele für Kriminelle. Oft verfügen sie über sensible Informationen, die bares Geld wert sind.

Schon beim Planen einer Geschäftsreise sollten Unternehmen das wichtige Thema „Travel Security“ im Blick haben. Die Vorbereitung ist das A und O. Es gilt, die Mitarbeitenden auf die besondere Situation im Reiseland vorzubereiten. Die Herausgabe von Checklisten für die Dienstreise ist eine Sache, die gründliche Sensibilisierung des Reisenden für mögliche Gefahren eine andere.

„Travel Safety“-Regeln kennen und das individuelle Risiko minimieren

Die Basis der Reisesicherheit ist das individuelle Verhalten des Reisenden. Nicht ohne Grund besagt ein bekanntes Sprichwort: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Diese Weisheit hat mit Sicherheit einen wahren Kern. Doch es gibt bekanntlich Mittel und Wege, mit Gefahren umzugehen. Wer die gängigen „Travel Safety“-Regeln kennt und sie befolgt, kann sein persönliches Risiko minimieren, in eine brenzlige Situation zu geraten.

Security Island, ein Produkt der mybreev GmbH, hat einen facettenreichen E-Learning-Kurs zum Thema „Einführung in die Reisesicherheit – Sicher unterwegs“ entwickelt. Die Teilnehmenden des multimedial gestalteten Online-Seminars erhalten Tipps, wie sie sichere Geschäftsreisen organisieren können. Dabei wird ihr Bewusstsein für mögliche Gefahren auf Reisen geschärft. Dazu gehören auch ganz alltägliche Aspekte, etwa die richtige Ernährung. Das Risiko, auf Reisen wegen schlechter Hygiene ernsthaft zu erkranken, ist tatsächlich deutlich höher, als Opfer eines Verbrechens zu werden.

Gefahren bei Geschäftsreisen: Viele Risiken sind vermeidbar

Dennoch: Zurück zu Christian Kaiser. Noch immer jagt er in dem Pick-up durch Kolumbiens Hauptstadt. Er hat Angst, Schweißperlen glitzern auf seiner Stirn – und langsam dämmert ihm, welche Fehler er gemacht hat. An der Hotelbar hatte er vor wenigen Tagen einem dubiosen Fremden von seiner Arbeit erzählt, und er hatte die ganze Zeit mit Geld um sich geworfen („Meine Firma zahlt!“), zudem hatte er gewisse Routinen entwickelt. Zum Beispiel, jeden Abend um punkt 22 Uhr eine Zigarette vorm Hotel zu rauchen. Dort, auf dem Bürgersteig, hatten das Handy und die Musik seine Aufmerksamkeit getrübt. Dann kam dieser Truck. Die Insassen zerrten ihn auf den Rücksitz. Und jetzt – Kaiser wusste, was passieren wird – muss er seinen Arbeitgeber anrufen, damit dieser viel Geld bezahlt und er schließlich auf einem Parkplatz ausgesetzt wird. Die Tortur wäre vermeidbar gewesen.

Reisesicherheit: In Ausnahmesituation geht es um Leben oder Tod

Manche Risiken, die mit Geschäftsreisen im Ausland verbunden sind, lassen sich trotz bester Planung nicht aus der Welt räumen. Heikle Situationen wie Brände in einem Hotel, Terroranschläge oder Autounfälle sind reale Bedrohungen. Ebenso Raub, Schießereien, Carjacking, Verhaftungen durch korrupte Polizisten oder Infektionskrankheiten. Wer sich während einer Geschäftsreise plötzlich in einer solchen Ausnahmesituation befindet, muss wissen, wie er heil aus der Nummer rauskommt. Es geht in solchen Momenten um Leben und Tod, daher ist zumindest die theoretische Beschäftigung im Vorfeld mit ihnen unabdingbar. Nur wer im Kopf bereits einmal durchgespielt hat, welche Optionen ihm in einer solchen Ausnahmesituation bleiben, wird wissen, wie er sein Leben schützen kann.

In der E-Learning Library von Security Island gibt es dafür das Online-Seminar „Verhaltenstraining für Ausnahmesituationen“. Die Teilnehmenden werden mit vielen Beispielen aus der Praxis gezielt darauf vorbereitet, wie sie in gefährlichen Situationen reagieren sollten – und wie sie verhindern können, während einer Geschäftsreise überhaupt in eine solche Ausnahmesituation zu geraten.

Kenntnisse der Reisesicherheit können Leben retten

Es mag richtig sein, dass man das Wissen aus einem solchen Online-Training nur ein einziges Mal im Leben braucht. Es mag ebenso richtig sein, dass die größten Gefahren nur in sogenannten Hochrisikoländern lauern. Richtig ist aber definitiv, dass Kenntnisse in den Bereichen „Reisesicherheit“ und „Richtiges Verhalten in Ausnahmesituationen“ tatsächlich Leben retten können. Nicht nur in den abgelegenen Winkeln der Welt, sondern auch vor der eigenen Haustür. Dass es auch mitten in Europa keine hundertprozentige Sicherheit gibt, belegen nicht zuletzt die Angriffe von Paris im Jahr 2015.

Besondere Risiken und Herausforderungen: Reisesicherheit für Frauen

Auch wenn wir diesen Text mit dem Beispiel des Christian Kaiser begonnen haben, müssen wir uns vor Augen rufen, dass es auch Christiane Kaiser hätte treffen können – und dann wäre die Gefahrenlage für das Opfer noch bedrohlicher. Frauen sind bei Geschäftsreisen ganz anderen Risiken ausgesetzt als ihre männlichen Kollegen. Security Island hat darauf reagiert und einen E-Learning-Kurs entwickelt, der sich speziell an die Bedürfnisse weiblicher Reisender richtet. Das Online-Seminar „Reisesicherheit für Frauen“ zeigt weiblichen Geschäftsreisenden, wie sie sich auf geschlechterspezifische Herausforderungen im Ausland vorbereiten, und wie sie vor Ort mit solchen Gefahren umgehen.